Unser Aktionen
- 2011
- Karneval: Wir brennen für Refrath
- 2010
- Schulhof-Projekt: Aufbau einer Seillandschaft in Zusammenarbeit mit Eltern, LehrerInnen und NUAS Bergisch Gladbach
- Karneval: Wir nehmen am Veedelszoch teil. Als fleißige Bienen kommen wir daher und richten selber unseren Schulhof her
- 2009
- Sommerfest: Spiel, Spaß und Zauberei
- Karneval: Wir nehmen am Veedelszoch teil. Die Engelscher von der Wittenbergstraße
- 2008
- Karneval: Wir nehmen am Veedelszoch teil. Hokus Pokus 1-2-3
- 2007
- Sponsorenlauf: Wir laufen für neue Spielgeräte für unseren Schulhof.
- Projektpräsentation: 2 Zirkusvorstellungen in der Turnhalle Steinbreche mit grossem Buffet!
- Projektwoche: Projekt mit dem Kölner Spielezirkus
- Generationenübergreifendes Bildungsmodell
Generationenübergreifendes Bildungsmodell
Refrath - Die Projektwoche der Grundschule Wittenbergstraße stand ganz im Zeichen von Indianern und generationsübergreifendem Lernen. Während der Woche bastelten die Schüler Regenmacher, Trommeln, Feuervögel und Totempfähle. „Wir waren im Wald und haben Spuren gesucht, aber leider haben wir nur Hundespuren gefunden", erzählte die neunjährige Jana Keppel, die bei der Abschlusspräsentation als wilde Indianerin mit Feder und Bemalung verkleidet war. „Ich habe einen Tanz geübt und einen Regenmacher gebastelt", berichtete Freundin Vanessa Grieger.
Doch diese Projektwoche ging über die sonst übliche Form hinaus. „Sie ist Teil unseres Versuchs eines generationsübergreifenden Bildungsmodells für die Offene Ganztagsschule", erklärte Initiatorin Rita Binz vom Kulturbüro der Stadt Bergisch Gladbach. Ein Teil dieses Ansatzes ist, dass Senioren ihr Wissen an Kinder weitergeben. „Ich habe den Kindern erklärt, wo all unser Gemüse herkommt", erklärte Klemens Delgoff vom Gartenbauverein Refrath. „Das meiste, was wir heute essen, ist erst nach der Entdeckung Amerikas zu uns gekommen", erzählte er den Kindern. So wurde die Kartoffel zunächst nur wegen ihrer schönen Blüte mit nach Europa genommen. „Erst später hat man dann entdeckt, dass man die Knolle auch gut essen kann."
Nicht immer blieben die Kinder im Schulgebäude. So besuchte eine Gruppe von Mädchen aus den Klassen 1 bis 3 die Kursana-Residenz. „Wisst ihr denn, was das hier ist?" fragte die 86-jährige Bewohnerin Liselotte Sirp zur Begrüßung. „Ein Altenheim", konnte Vanessa (8) schon erklären, „hier wohnen alte Leute, die nicht mehr alleine wohnen können." Sirp, die bis vor 20 Jahren die Gemeinschaftsgrundschule Steinbergerstraße geleitet hatte, las den sechs- bis achtjährigen Mädchen das Indianermärchen „Der Mantel des Otters" vor. Vorher wollte sie von ihren Zuhörern noch erfahren, warum sie denn in das Seniorenheim gekommen seien. „Weil es hier so leise ist", war sich die kleine Fabiana sicher, „hier sind ja so wenige Kinder." Auch sie wolle durch die Lesung etwas herausfinden, erzählte die pensionierte Rektorin: „Meine Mitbewohner und ich wollen gerne wissen, wie die Kinder von heute sind. Viele von uns haben nämlich keine eigenen Kinder."
Die Zusammenarbeit zwischen Altenheim und Grundschule soll ausgebaut werden. Das wollen Schulleiterin Heidrun Hoffmann und Winfried Oepen, der Direktor der Kursana-Residenz, in dieser Woche weiter planen. Oepen: „Der Kontakt zwischen Senioren, die eine Lebensleistung vorzuweisen haben, und Jugendlichen, die ihre Lebensleistung noch erbringen müssen, führt zu mehr gegenseitigem Verständnis. Daher unterstützen wir diese Aktionen natürlich gerne."

